Dieser Transport entlarvt das Versagen der Atomgesellschaft

b_300_0_16777215_00_images_artikel_news_170628-neckar-castorfrei-hn.jpg(Pressemitteilung 28.6.2017, 20:30 Uhr; Bilder am Ende des Artikels) Die EnBW hat mit Rückendeckung des Ministers Untersteller und des Ministerpräsidenten Kretschmann erst über Jahre hinweg den Bau einen Castoren-Lagers in Obrigheim versäumt, und jetzt unter künstlichem Zeitdruck einen ersten Castor-Schiffstransport auf dem Neckar durchgesetzt.
Dieser Transport entlarvt das Versagen der Atomgesellschaft:
statt sich um Minderung der Gefahren durch das Atomare Erbe zu kümmern, und statt endlich mit der täglichen weiteren Produktion von solchem für eine Million Jahre gefährlichen Atommüll aufzuhören, setzt man auf einen hilflosen Verschiebebahnhof für den Atommüll. Mit ständigen Lügen angeblicher Sicherheit und Notwendigkeit lenken EnBW und Atomaufsicht vom eigenen Missmanagement ab.


Ist die Strahlung jetzt weniger geworden, oder besser aufgehoben, durch den Transport von Obrigheim nach Neckarwestheim? Nein.

Hat irgendwer sonst außer der EnBW Schuld am Fehlen einer Castoren-Halle in Obrigheim? Nein.

Braucht irgendein Mensch einen schnellen und damit besonders dreckigen AKW-Abriss in Obrigheim? Nein.

Ist es verantwortbar, Atommüll unmittelbar bei einem laufenden AKW zu lagern? Nein.

Gibt es eine Rechtfertigung für die Risiken der Transportes und für die Strahlenbelastung von Passanten, Polizisten und Transportpersonal? Nein.

Kann man der EnBW vertrauen, wenn sie bisher von nur 2,80 m Wassertiefe im Neckar sprach und heute doch Wassertiefen bis 8 m zugeben musste? Und wenn sie heute wieder kreative "Fakten" bemüht, um die geologischen Risiken am Standort Neckarwestheim klein zu reden? Nein.

Es wurde heute offensichtlich, dass Attentäter absolut leichtes Spiel gehabt hätten, wenn sie einen Angriff auf das Castor-Schiff geplant hätten. Das
Handeln der Polizei war völlig lückenhaft, teilweise dilettantisch und ziemlich chaotisch. Ist es unter solchen Umständen verantwortbar, Castoren praktisch ungeschützt auf die Reise zu schicken? Nein.


Als Bündnis Neckar castorfrei ziehen wir Bilanz:

  • Minister Untersteller, das Bundesamt BfE und die Berliner Richter haben versagt. Sie konnten und wollten den Schutz der Bevölkerung und der Umwelt nicht sicherstellen. Wir prangern dieses Denken der Schreibtischtäter an, Minimalsicherheit sei schon genug.

  • Von der EnBW war ohnehin nichts anderes zu erwarten, als Geldersparnis überSicherheit zu stellen.

  • unsere eigenen Messungen haben selbst am Ufer bei Vorbeifahrt des Transportsnoch einen massiven Anstieg der Neutronenstrahlung festgestellt.

  • Trotz Geheimniskrämerei und kurzer Vorlaufzeit ist uns und anderen ein starkerProtest gelungen, und wir werden wiederkommen, so lange es Atommüll-Transporte gibt.

  • Unsere Dankbarkeit und Solidarität gilt den Kletterkünstlern und-künstlerinnen für den eindrucksvollen Protest in Bad Wimpfen und am Horkheimer Wehr.

  • Unser Respekt gilt demjenigen Teil der Polizeibeamten, die sich angemessen,fair, und selbst denkend verhalten haben.


"Nach dem Castor ist vor dem Castor".

Wir werden weiter über den gefährlichen Irrsinn dieser Transporte und das Verbrechen des AKW-Betriebs informieren. Und wir werden, wenn es sein muss, beim nächsten Transport wieder da sein. Und dazu laden wir auch alle Menschen guten Willens ein.

 


Fotos zum Transport:

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